Leitbild Kunsthalle Luzern

Kunsthalle Luzern

Die Kunsthalle Luzern geht auf das 1996 vom Verein Luzerner Ausstellungsraum gegründete Kunstpanorama zurück und trägt seit 2008 ihren heutigen Namen. Als nicht-kommerzieller, öffentlich zugänglicher Ausstellungs- und Begegnungsort im Zentrum der Stadt ist sie ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens Luzerns und trägt zur Sichtbarkeit und Ausstrahlung der Stadt als Ort zeitgenössischer Kunst bei.

Die Kunsthalle versteht sich als Plattform für zeitgenössische Kunst – als Raum für Präsentation, Reflexion und Austausch. Der Trägerverein der Kunsthalle Luzern ist gemeinnützig, parteipolitisch unabhängig und organisatorisch eigenständig. Er setzt sich für die Sichtbarmachung, Vermittlung und Diskussion zeitgenössischer Kunst ein.

Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen mit Bezug zur Zentralschweiz. Diese regionale Verankerung prägt die inhaltliche Ausrichtung der Kunsthalle – nicht als Begrenzung, sondern als Ausgangspunkt für Ausstellungen, Projekte und Dialoge, die lokale Perspektiven mit nationalen und internationalen Fragestellungen verbinden.

Der Betrieb der Kunsthalle Luzern wird massgeblich durch Beiträge der Stadt und des Kantons Luzern sowie durch Stiftungen und private Sponsor:innen ermöglicht. Die Kunsthalle agiert unabhängig von kommerziellen Interessen und führt keine Sammlung.

 

Grundsätze

Zeitgenössisch & relevant

Die künstlerische und betriebliche Leitung entwickelt und verantwortet das kuratorische Programm eigenständig im Rahmen des Vereinszwecks.

Die Kunsthalle Luzern realisiert eigene Ausstellungen und Projekte, initiiert Kooperationen und bietet Raum für Gastproduktionen. Sie fördert neue Werkproduktionen von Kunstschaffenden, die im Zusammenhang mit Präsentationen in der Kunsthalle entstehen.

Das Programm zeigt Gegenwartskunst, die gesellschaftliche Entwicklungen – etwa soziale, politische oder ökologische Fragen – ebenso aufgreift wie formale, mediale und inhaltliche Fragestellungen innerhalb der Kunst. Es eröffnet neue Perspektiven und regt zur kritischen Auseinandersetzung an. Ausgehend von ihrer regionalen Verankerung setzt die Kunsthalle unterschiedliche künstlerische Positionen mit überregionalen und internationalen Kontexten in Beziehung.

 

Diversität, Inklusion & Awareness

Der Eintritt ist frei. Die Angebote stehen allen Interessierten offen. Die meisten Vermittlungsformate sind kostenlos und bewusst niederschwellig konzipiert; punktuell sind kostenpflichtige Angebote möglich.

Die Kunsthalle Luzern fördert die Sichtbarkeit vielfältiger Stimmen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sozialem oder kulturellem Hintergrund sowie körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen.

Die Arbeit der Kunsthalle basiert auf einer verbindlichen Awareness-Policy, die ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander fördert. Die Kunsthalle gestaltet ihre Angebote räumlich, sprachlich und kulturell so barrierearm wie möglich und entwickelt sie kontinuierlich weiter.

 

Vermittlung & Teilhabe

Vermittlung ist ein zentraler Bestandteil des Selbstverständnisses der Kunsthalle Luzern.

Durch kreative, altersgerechte und dialogische Formate – vor Ort und digital – schafft sie nachhaltige Verbindungen zwischen Kunst und Publikum.

Partizipative Prozesse und kulturelle Bildung ermöglichen individuelle wie kollektive Zugänge zur Kunst. Dazu gehören Gespräche, Workshops, Kooperationen mit Bildungsinstitutionen sowie inklusive und gemeinschaftsorientierte Projekte.

 

Kooperation & Netzwerk

Als aktiver Teil des kulturellen Lebens der Zentralschweiz arbeitet die Kunsthalle Luzern eng mit regionalen Kunstschaffenden, Initiativen sowie Akteur:innen aus Kultur und Bildung zusammen. Zugleich pflegt sie den Austausch mit Partnerinstitutionen, um neue Impulse in die Region zu tragen und überregionale sowie internationale Perspektiven einzubinden.

Ein zentrales Instrument der regionalen Förderung ist die seit 2001 in der Kunsthalle verankerte Dokumentationsstelle BASIS – eine öffentlich zugängliche Sammlung analoger Portfolios und Künstler:innenbücher von über 160 Innerschweizer Künstler:innen. Ergänzt wird sie durch eine digitale Datenbank, aktuelle Ausstellungshinweise sowie gezielte Sichtbarkeit über Newsletter- und Social-Media-Formate.

 

Nachhaltigkeit & Verantwortung

Die Kunsthalle Luzern verpflichtet sich zu ökologisch verantwortlichem Handeln, fairen Arbeitsbedingungen, Gleichstellung und einer ethisch reflektierten Praxis – im Einklang mit den Richtlinien des Verbands der Museen der Schweiz (VMS) sowie des International Council of Museums (ICOM).

 

Vision

Die Kunsthalle Luzern ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Perspektiven durch Kunst miteinander in Austausch treten.

Sie glaubt an die Kraft der Kunst, gesellschaftliche Veränderung anzustossen, Brücken zu bauen und neue Denk- und Handlungsräume zu eröffnen – im engen Austausch mit der Region und offen für die Welt.

Dieses Leitbild wurde vom Trägerverein und dem Team der Kunsthalle Luzern als Grundlage ihrer Arbeit formuliert.